Mittwoch, 5. Mai 2010

Hauptversammlung der Museums-Gesellschaft Grenchen
René Inderkummen trat nach 10 Jahren als Präsident zurück. Seine Ersatzwahl und die Neuwahl des Vorstandes waren Traktanden der Hauptversammlung der Museums-Gesellschaft Grenchen vom 5. Mai 2010 im Ratssaal des Parktheaters.

Präsident René Inderkummen hielt eine eindrückliche Rückschau auf seine 10-jährige Präsidententätigkeit. Es war Inderkummens Hauptanliegen, die Aktivität der Museums-Gesellschaft Grenchen lebendig und attraktiv auszurichten auf die Geschichte und Kultur der Region Grenchen. Die Umsetzung dieses Anliegens ist dem scheidenden Präsident gelungen. Als Beleg dafür zeugen die zahlreichen und durchwegs mit Erfolg durchgeführten Events, Ausstellungen und Veranstaltungen. Die Organisation der Ausstellung „Gretulozuzi“ Geschichte des Weinbaus in Grenchen im Kultur-Historischen Museum verbunden mit dem ersten Winzerfest in Grenchen war wohl ein Höhepunkt in René Inderkummens Präsidialjahren. Zu seinen Verdiensten gehört auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Bettlach, die sich im gemeinsamen Einsatz für die Burg Grenchen (Bettleschloss) niederschlug und im Jahr 2008 mit der Ausstellung des Münzschatzes im Adamhaus Bettlach gipfelte.

Als Dank für seine Verdienste und seinen grossen Einsatz ernannte die Hauptversammlung René Inderkummen zum Ehrenmitglied der Museums-Gesellschaft.

Zusammen mit René Inderkummen trat auch der Vize-Präsident, Cäsar Bischof, zurück. Bischof unterstützte aktiv die Arbeit des Präsidenten. Er war bei der Organisation und der Durchführung der Veranstaltungen stets massgebend beteiligt.







René Inderkummen, Susanne Schaller und Andrea Stuber (Bild: A. Fasnacht)

Als einstimmig gewählte Co-Präsidentinnen übernehmen Susanne Schaller und Andrea Stuber das Präsidium der Museums-Gesellschaft. Beide üben den Lehrerinnenberuf aus und sind auch aufgrund ihrer ausserberuflichen Tätigkeiten prädestiniert, der Museums-Gesellschaft als Co-Präsidentinnen vorzustehen. Neu in den Vorstand gewählt wurden Brigitte Stettler und Aron Müller.

Im Zweiten Teil der Versammlung lasen Vorstandsmitglieder einige Geschichten vor aus dem Buch von Anton Ris „Schönes Schlimmes Schauerliches über Grenchen“. Der Autor konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Versammlung teilnehmen.

Der ausführliche Bericht von Rainer W. Walter im GT vom 7. Mai 2010 [1'714 KB] kann hier abgerufen werden.



Samstag, 28. August 2010

Tagesexkursion am Samstag, 28. August 2010:
Besichtigung der Fortifikation Murten: Teil Jolimont.

Der Historiker Juri Jaquemet, Biel, wird uns begleiten und uns sowohl für die spannende Geschichte der Festungsanlagen am Jolimont als auch für die Vergangenheit des Seelandes begeistern.

Infos zur Exkursion:
Info-Flyer, Anmeldung [182 KB]
Karte Jolimont 1:50'000 [3'366 KB]
Jolimont. Eine Wanderung durch Geschichte und Gegenwart.



Exkursions Bericht

Fred Fasnacht

Samstag, 28. August 2010

Tages-Exkursion: Fortifikation Murten, Teil Jolimont

Die Tages-Exkursion der Museums-Gesellschaft vom 28. August 2010 von Gampelen über den Jolimont nach Erlach war spannend und lehrreich zugleich. Wetter: ideal!

Eine Gruppe von etwa zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmern folgte der sachkundigen Führung von Juri Jaquemet, Historiker und Verfasser von zwei wichtigen Arbeiten zum Thema Fortifikation Murten. Über die grosse strategische und militärgeographische Bedeutung des Seelandes, vor allem im Ersten Weltkrieg, staunten etliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Fortifikation Murten beherrschte im Ersten Weltkrieg die Zihl-Saanelinie und sollte die Operationsfreiheit der Armee gegen Westen sicherstellen sowie die Hauptachse nach Bern schützen. Die Befestigungen an der Zihl und auf dem Jolimont waren ein wichtiger Bestandteil des Dispositivs.

Neben dem eigentlichen Grenzschutz im Ersten Weltkrieg (1914-1918) waren die militärischen Schlüsselräume Gotthard, St. Maurice, Hauenstein, Murten und Bellinzona wichtig.

Es entstanden hauptsächlich Feldbefestigungen und halbpermanente Bauten. Zum Bau verwendete man schwach armierten Beton, Wellblech und alte Eisenbahnschienen. Vieles konstruierten die Soldaten aus Erde und Holz: Schützengräben, Geschütz- und MG-Stellungen.

Im Zweiten Weltkrieg erneuerte die Armee einige Teile der Fortifikation Murten mit Bunker-Bauten und Panzersperren, die den gestiegenen Anforderungen der Waffentechnik genügten. Die erneuerte Anlage nannte man „Murtensperre“.



Bilder zur Exkursion

Im Hintergrund ist das Burgunderloch erkennbar. Der Eingang ins Val de Travers, das die Schweiz mit Frankreich verbindet. (Bild Fred Fasnacht) Werk Holenreben Gampelen: Mit Beton befestiger Schützengraben, links Schiessscharten. (Bild Lukas Walter)
ExkursionsteilnehmerInnen mit Juri Jaquemet. (Bild Fred Fasnacht) In einem der noch gut erhaltenen Verbindungsstollen. (Bild Lukas Walter)



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