Nivadahaus im Jahre 1950
Nivadahaus heute
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Nivadahaus 1949/50
Die Uhrenfabrik Nivada stellte mit dem Wohn- und Geschäftshaus, dem Nivadahaus, einen Bau an die Marktgasse, der seit mehr als einem halben Jahrhundert zu den charakteristischen Bauten des Stadtzentrums gehört. Der Neubau war zur Zeit seiner Einweihung das modernste Wohn- und Geschäftshaus in Grenchen.
Der Grenchner Architekt Carl Burkhard plante und gestaltete das Gebäude. Im Parterre sind die Ladengeschäfte untergebracht, geschützt vom ausladenden Vordach. Darüber zählt man, verteilt auf vier Stockwerken, 15 Wohnungen. Das südseits zurückgesetzte Attikageschoss belegte Burkhard mit den Erstrichräumen, Waschküchen und Trockenräumen. Die zum Attikageschoss gehörende herrliche Sonnenterrasse diente allein dem Wäschetrocknen. Diese Verwendung eines Attikageschosses entspricht wohl nicht mehr ganz heutigen Vorstellungen.
In der äusseren Gestalt des Gebäudes finden sich eindeutig die Kennzeichen der frühen 50er Jahre. Der viergeschossige Wohnteil wird mit einer durchgestalteten Nordfassade versehen. Ueber den Gebäudeeingängen begleiten je vier Pfeiler die Treppenhausfenster bis ins 4 Geschoss, wo die Pfeilergruppen mit einem Gesimse horizontal verbunden werden und gleichzeitig der Fassade eine räumliche Gestalt verleihen. Oben findet das Gebäude mit dem zurückgesetzen Attikageschoss mit Flugdach seinen Abschluss.
Die Westfassade ist mit ihren grossen Fenstern auf die Nachmittagssonne ausgerichtet. Schön ist die mittlere Fensterkolonne mit den Stichbogenrahmen, die durch darüber angebrachte Ziegelreihen, Vordächer imitierend, repliziert und gesteigert werden.
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