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Burg Grenchen

Prof. Dr. Werner Meyer







Rücktritt des langjährigen Präsidenten, Prof. Dr. Werner Meyer
«Werner Meyer — als «Burgenmeyer» fast eine Legende!»

Auszug aus einem Beitrag in der Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins 1997.
Verfasser: Heinrich Boxler

Auf die Jahresversammlung 1997 hin hat Prof. Dr. Werner Meyer seinen Rücktritt als Präsident des Schweizerischen Burgenvereins erklärt. Während 25 Jahren hat er den Verein geführt und geprägt. Sein Markenzeichen kommt nicht von ungefähr. Schon im Alter, in dem viele Mittelschüler um ihren Berufsweg ringen, begann Werner Meyer sich intensiv mit der Erforschung von Burgen zu befassen. Sternenberg bei Flüh (SO) und die Löwenburg (JU) gehören zu den frühen Unternehmungen. Mit der Dissertation über «Die Löwenburg im Berner Jura. Geschichte der Burg, der Herrschaft und ihrer Bewohner» (1968) schloss Werner Meyer sein Studium in den Fächern Allgemeine und Schweizer Geschichte, Volkskunde, Germanistik, Lateinische Philologie, Ur- und Frühgeschichte ab.
In der Folge verging kaum ein Jahr ohne kleinere oder grössere Grabungskampagnen, u.a. zur Erforschung der Burgplätze Grenchen, Wartburg bei Olten, Schiedberg/Sagogn, Bellinzona, Bümpliz, Rickenbach (SO), Frohburg, Zwing-Uri, Attinghausen, Seedorf, Salbüel (LU) und Altenberg (BL).
Immer wieder verstand es Werner Meyer, neue Forschungsfragen ins Zentrum zu rücken. In neuerer Zeit waren es u.a. auch Fragen zur Alpwirtschaft im Mittelalter, denen er mit der Untersuchung von Alpwüstungen auf Bergeten, Ampächli, Charretalp, Blumenhütte, Illgau/Balmis, Hockenalp und Melchsee-Frutt nachgegangen ist. Die Ergebnisse erscheinen als Jahresgabe 1998.
Vieles, was heute zum Allgemeinwissen über die Burgen- und Adelsgeschichte, über den Burgenbau, die Ritterkultur und das Alltagsleben auf den Burgen der Schweiz bekannt ist, geht auf Werner Meyers Forschungsarbeit zurück. Durch die laufende Publikation der Forschungsergebnisse und durch die Teilnahme an internationalen Kolloquien hat er entscheidend dazu beigetragen, dass die schweizerische Burgenforschung auch im Ausland hohes Ansehen geniesst.




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A. Fasnacht 07/2000