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Die Grenchenberge waren schon immer mehr als ein Erholungsgebiet
rww. Die beiden traditionellen Erwerbszweige Landwirtschaft und Holzwirtschaft werden im weiten Erholungsgebiet Grenchenberge heute noch gepflegt. Früher suchte man im Berg Kostbares, fand etwas Eisen, Huppererde und Tuffstein. Schliesslich waren die Bergwege auch Schmugglerpfade.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts erwarben Schulthess Viktor von Besenval, Seckelmeister Johann Ludwig von Roll und Anton Aregger den Berg Tiefmatt. Vom Kanton Bern erbaten sich die drei das Recht nach Erz graben zu dürfen und von der Solothurner Regierung wollten sie das Recht, in Grenchen eine Schmelze mit Hammerschmiede zu bauen. Diese Bewilligung erhielten sie problemlos, waren sie doch die drei höchsten Repräsentanten der Solothurner Regierung. 1699 wurden alle Bewilligungen erteilt. Das Eisenerz wurde in der Folge auch auf Grenchner Boden gesucht. Die Gesamtleitung des Unternehmens hatte Johannes Rotta. Bereits 1706 kam das Aus für das Unternehmen. Besenval und von Roll beschlossen, das Schmelzwerk eingehen zu lassen. Man darf annehmen, dass es ihnen an geeignetem Rohmaterial in genügender Menge fehlte. Sie führten die Schmiede weiter. Die Bewilligung wurde ihnen aber nur unter der Bedingung erteilt, dass sie kein Kohlholz aus dem Solothurnischen verwendeten. Dieser Vorbehalt zweier Regierenden gegenüber zeigt deutlich, dass es dem Patriziat mit dem Schutz der Wälder äusserst ernst war.
Auch nach Gold wurde gesucht
Der berühmte Grenchner Naturforscher Franz Josef Hugi berichtete von einem Besuch bei den Golfgräbern im Goldloch im Stützli. Dieses befindet sich links vom Stierenberg auf der Höhe des Ittenberges, rund zweihundert Meter hinter dem dreieckigen Grenzstein. Zwei Tage vor Hugis Besuch wurde eine neue Höhle entdeckt, doch die Arbeiter, die ein gewisser Christen angeworben hatte, fürchteten sich vor den dortigen Geistern. Für den Naturforscher war es klar, dass sich hier kein Gold finden liess, und von einem verwunschen Schatz konnte kaum die Rede sein. Der Stierenberg Hirte musste 1871 das Goldloch auf dem Stützli eindecken.
Ein Gefängnisturm aus Tuffstein
Seit wann genau die Tuffsteingrube von Grenchen bekannt ist, weiss man nicht genau, denn man fand auf Gemeindeboden alemannische Tuffstein-Gräber. Es könnte aber durchaus auch sein, dass diese Steine aus der Grube bei Leuzigen stammten. Sicher ist, dass der Tuffstein, mit dem 1585 der Kefiturm zu Grenchen erbaut wurde, aus dem Seeland stammte. Die heute noch bekannte, aber still gelegte Tuffgrube bei der Holzerhütte entdeckte man erst 1603. Im folgenden Jahr ging die Grube zinsfrei an den Bettlacher Maurer Heidt Imer
Um 1829 herum wurde recht willkürlich Tuff abgebaut und zwar ohne dass die Regierung noch Grenchen irgendwelche Steuern oder Abgaben erhielten. Wohl deshalb wurde 1833 jegliche Ausfuhr von Tuffsteinen verboten. Bereits im folgenden Jahre wurde das Verbot aufgehoben, doch wurde streng darauf geachtet, dass die Gebühren bezahlt wurden. 1861 verbot der Gemeinderat jeglichen Abbau von Tuff. Heute sind die Reste einer Tuffgrube unmittelbar nördlich der Holzerhütte von Bäumen überwachsen.
Die Huppererde
Die begehrte Huppererde fand als feuerfeste und vielseitige Tonerde in der Industrie verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Hupperede entdeckte man in der Zelg gegen Lengnau zu. Gemeindeammann, Landwirt und Schriftsteller Andreas Rys und der Wirt Ludi Affolter erhielten 1776 das Recht, zehn Jahre lang nach Huppererde graben zu dürfen. Elf Jahre später erhielt auch Xaver Keller das Recht, Hupperede zu graben, die dann in Glashütten Verwendung fand. 1839 diskutierte der Gemeinderat, wie die Grube mit Huppererde beim Stierenberg am vorteilhaftesten versteigert werden könnte. 1887 gründeten zwölf Grundbesitzer mit zusammen 645 Aren die Huppergesellschaft Grenchen. Ein einzelner Grenchner brachte die Anteilscheine dieser Gesellschaft an sich und wollte das Geschäft mit Huppererde intensivieren. Allein, dieser Versuch misslang.
Auch das Schmuggelgeschäft florierte nicht
Der Chäsweg führt steil vom Stierenberg auf den Untergrenchenberg. Da in Frankreich Hungersnot herrschte, fand ab 1793 ein Schleichhandel ins Münstertal statt. Über den Chäsweg wurden die Käse über den Berg transportiert.
Auf der Wanderkarte finden wir aber auch die Bezeichnung Schmugglerweg, welche darauf hindeutet, dass hier das Schmuggelgeschäft gestartet werden sollte.
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