Die Fussball-Legende Erwin Ballabio war der erste Gemeindepolizist, der zum Korporal befördert wurde.
(bild Archiv Stadtpolizei)
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Die Stadtpolizei ist nahe bei der Bevölkerung
rww. In der hundertjährigen Geschichte der Grenchner Stadtpolizei ist eines deutlich klar: Zwischen Stapo und Bevölkerung gibt es keine Kluft im Gegenteil.
Am 6. November 1911 organisierten die Grenchner zum Beginn der Arbeiten am Grenchenberg-Eisenbahntunnel einen grossen Fackelumzug. Am Tag darauf wurde mit den Arbeiten auf der Südseite begonnen. Die starke Zuwanderung ausländischer Tunnelarbeiter und ihrer Familien veranlasste die Solothurner Regierung, den Grenchner Polizeiposten auf vier Mann zu verstärken. Sie stellte dabei der Gemeinde die Bedingung, dass diese eine zweiten Polizisten anstellen müsse. Die Wahl von Jules Gigon aus Le Bois und James Knöpfli aus Ossingen war die Antwort Grenchens auf die Forderung des Kantons.
Bereits 1917 wurde eine dritte Polizeistelle geschaffen. Stelleninhaber wurde Johann Triebold aus Grenchen. 1920 wurde Jules Gigon von der Arbeitslosenfürsorge übernommen.
Ein grosser Sportler
1941 ging als besonderes Jahr in die Geschichte der Stadtpolizei Grenchen ein: Erwin Ballabio wurde als dritter Gemeindepolizist gewählt. Mit seiner menschlich feinen Art verkörpert er auf ideale Weise das positive Zusammengehen der Polizei mit der Bevölkerung. Erwin Ballabio war wohl einer der besten Fussball-Torhüter des Landes, und 1959 errang der FC Grenchen mit ihm zwischen den Torstangen den Schweizer-Cup. 1944 wurde Erwin Ballabio als erster Gemeindepolizist zum Korporal befördert. Im gleichen Jahre nahm der spätere Polizeichef Fritz Zimmermann seinen Dienst auf. 1945 wurde Fritz Zimmermann zum Korporal befördert, und im gleichen Jahre trat Erwin Ballabio aus dem Gemeindedienst aus.
Von der Gemeinde- zur Stadtpolizei
Am 11. September des Jahres 1945 wurde Grenchen offiziell zur Stadt erklärt. Logischerweise wurde gleichzeitig aus der Gemeinde- die Stadtpolizei. Ernst Kocher und René Berthoud wurden 1945 Stadtpolizisten. Als erster Grenchner Polizist hatte René Berthoud eine Polizeirekrutenschule und zwar jene in Basel erfolgreich absolviert.
Max Obrecht wurde 1964 erster Polizeisekretär angestellt und leitete die administrativen Dienste der Stapo. 1965 wurde Willy Hug, bisher in Biel, im Rang eines Leutnants Polzeichef von Grenchen. Er intensivierte unter anderem den Verkehrsunterricht und baute auf dem Pausenplatz des Schulhauses Eichholz einen Kinderverkehrsgarten auf. Hans Schelker und Hans Gartenmann waren die idealen Schul-Verkehrsinstruktoren. Mit seinem Tiergarten in Staad wurde Hans Schelker in allen Bevölkerungskreisen bekannt, und er trug viel zur Popularität der Stapo bei. 1969 wurde Jakob Hurni neuer Polizeisekretär, und Max Obrecht wechselte von der Stapo als Adjunkt ins Personalamt der Stadt. Am 1. November 1989 übernimmt Hermann Brotschi das Kommando über die Stadtpolizei. Am 1. Oktober des gleichen Jahres wird Robert Gerber als sein Stellvertreter eingesetzt. Am 1. Juli 1994 übernimmt er dann das Kommando von Hermann Brotschi. Ein wichtiges Detail zur Polizeigeschichte Grenchens: Am 4. April 1998 wird die erste mit Solar-Kraft betriebene Parkuhr eingesetzt. Vergleicht man den Aufgabenkatalog der Stadtpolizei von heute mit dem Pflichtenheft von 1905 so stellt man fest, dass die Anforderungen nicht geringer geworden sind, ganz im Gegenteil. Geblieben ist aber eines Die Grenchner Stadtpolizei steht noch immer voll und ganz im Dienste der Grenchnerinnen und Grenchner. Die grosse Bürgernähe ist eines ihrer herausragenden Kennzeichen.
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