Die erste Grenchner Ferienkolonie

Lehrer Albin Stebler war auch ein Künstler


Rainer W. Walter über Albin Stebler

Lehrer Albin Stebler, 1879-1952




Abbildungen aus Albin Steblers "Der Zeichenkünstler", Erstausgabe, Solothurn, 1926

Titelblatt

Inhaltsverzeichnis

Zeichnen des menschlichen Köpers


Der Schwarzbueb
Erster Entwurf 1922 von Albin Stebler für das Kalendertitelbild
Masse: 21,9 cm x 15,6 cm


1. Entwurf Schwarzbueb 1923

die endgültige bis heute verwendete Version von Albin Stebler

Der Schwarzbueb von Albin Stebler


Allerheiligen Grenchen
Öl auf Pavatex, 23,5 cm x 33 cm, gemalt von A. Stebler vermutlich zwischen 1905 und 1910

Allerheiligen Grenchen, Öl auf Pavatex, 23,5 cm x 33 cm, gemalt von Albin Stebler zwischen 1905-1910


Bildernachweis:
Bilder aus "Der Zeichenkünstler": A. Fasnacht
Erster Entwurf Schwarzbueb und Ölbild Allerheiligen: Rainer W. Walter, digitalisiert von Lukas Walter
Der Schwarzbueb (heute): Verlag Jeger-Moll, Breitenbach
Lehrer Albin Stebler 1879-1952
Albin Stebler (1879-1952)
1933 als Lehrer in Solothurn
(Bild rww)



Albin Stebler war auch ein Künstler


Der Pionier der Grenchner Ferienkolonie, Lehrer Albin Stebler, wurde 1879 in Zullwil, Bezirk Thierstein, geboren. 1894 trat er ins Lehrerseminar Solothurn ein. Als junger Lehrer unterrichtete er ab 1898 zuerst an der Unterstufe, dann an der Oberstufe in Matzendorf. 1905 wurde Albin Stebler an die Schulen von Grenchen gewählt. Nur wenige Wochen nach seinem Schulantritt organisierte und leitete er die allererste Ferienkolonie Grenchens. Er erteilte als erster Lehrer im Kanton Turnen für Mädchen und zwar in Grenchen.

In Grenchen wurde Albin Stebler rasch heimisch und gehörte zu den Gründern des Samaritervereins und war nach der Fusion der Rot Kreuzsektion Grenchen mit den Samaritern 1906 zuerst Vizepräsident und ab 1907 Präsident der neuen Organisation. Dieses Amt übte er bis zur seiner Wahl an die Stadtschulen Solothurn 1910 aus. Im Orchesterverein Grenchen wirkte er als Violinist. Albin Stebler gehörte auch dem grossen OK an, das 1906 in unserer Stadt den berühmten historischen Umzug organisiert hatte.

Albin Stebler machte sich auch einen Namen als Maler und Kunstpädagoge. In der Kunstsammlung Grenchen befindet sich eines seiner Oelbilder, die Kapelle auf Allerheiligen. Sein heute noch bekanntestes Bild aber ist der Schwarzbube. Er schuf ihn für den „Schwarzbubenkalender“ seines Freundes Albin Fringeli. Auch heute noch ist Steblers Bildnis des Schwarzbuben aktuell und man findet es heute nicht allein auf dem „Schwarzbubenkalender“, sondern auf unzähligen Souveniers aus den beiden Schwarzbuben-Bezirken des Kantons. Albin Stebler schuf den typischen Schwarzbuben.

Gesamtschweizerisch bekannt und populär wurde Stebler mit seinem Buch „Der Zeichenkünstler“, das in mehreren Auflagen erschien. Als „Zeichenonkel“ arbeitete er für die damals beliebteste Jugendzeitschrift, den „Schweizer Schüler“. Seine Anleitungen zu gutem und sicherem Zeichnen waren derart beliebt, dass sie der Verlag in Buchform herausgab. Der Kanton Solothurn beauftragte Albin Stebler mit dem Zeichnungsunterricht am Arbeitslehrerinnenseminar in Solothurn.





































































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A. Fasnacht, 12/2004