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Ultimatum des Bundesrates / Abbruch des Generalstreiks 1918








Der Generalstreik/Landesstreik war seit Dienstag, 12. November 1918, im Gang. Die Situation eskalierte von Stunde zu Stunde. Am Mittwoch, 13. November 1918, liess Bundespräsident Calonder dem Oltener Aktionskomitee ein Ultimatum zustellen. Darin verlangt der Bundesrat den Abbruch des Streiks noch am selben Tag sowie eine entsprechende Erklärung seitens des Oltener Aktionskomitees bis spätestens 17.00 Uhr.



Das nicht datierte Ultimatum des Bundesrates

Die zitterige Unterschrift des Bundespräsidenten sowie die fehlende Datierung des Dokuments belegen die aufgeregte Stimmung dieser Stunden


In Anbetracht der über 100'000 Mann starken Militärmacht befürchtete das durch SP-Spitzen und das Bundeskomitee des Gewerkschaftsbundes erweiterte Oltener Aktionskomitee bürgerkriegsähnliche Zustände und entschied an einer Nachtsitzung vom 13. November 1918 in Bern, den Streik am Donnerstag, den 14. November 1918, um Mitternacht, abzubrechen. Dieser Beschluss wurde dem Bundespräsidenten am 14. November 1918, morgens um 2.00 Uhr, von einer Delegation des Oltener Aktionskomitees im Hotel Bellevue, Bern, überreicht.
Am Morgen des 14. Novembers 1918 gab Bundespräsident Calonder der Bundesversammlung den bedingungslosen Widerruf des Generalstreiks bekannt.





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A. Fasnacht 05/2000