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Tripoli und Tunnelbau 1911-1915 in Grenchen
Die im Rahmen der Grenchner Wohntage 03 durchgeführte Ausstellung des Kultur-Historischen Museums Grenchen "Tripoli - wohnen und leben mit italienischen Tunnelbauern" vom 17. Okt. 2003 - 29. Februar 2004, schliesslich verlängert bis 24. April 2004, war ein Grosserfolg. Ein Beweis dafür, dass die Grenchnerinnen und Grenchner Themen aus ihrer Stadtgeschichte Interesse entgegenbringen. Dieser Tatsache soll mit der vorliegenden Dokumentation zum Thema "Tripoli und Tunnelbau" Rechnung getragen werden. Die Dokumentation fusst auf der erwähnten Ausstellung des KHM sowie auf der Begleitbroschüre zur Ausstellung. Die Dokumentation wird im Laufe der kommenden Monate schrittweise aufgebaut werden. Doch es liegt in der Natur solcher Vorhaben, dass sie immer unvollständig bleiben. Die Geschichte lebt, neue Aspekte und Tatsachen erweitern und verändern laufend das Wissen und das Geschichtsbild. ![]() Tripoli Grenchen. Der Steinbau hinten rechts steht heute noch. Zur Zeit des Tripoli war der Bau bekannt als Restaurant Sonne. Bildquelle: Monografia della Società di Mutuo Soccorso. Grenchen, 1914.
In jenen Jahren waren italienische Gastarbeiter in Grenchen nicht unbekannt. Arbeiteten doch schon vor dem Tunnelbau ein paar Hundert Italiener in der Uhrenstadt. Doch eine Italianità wie man sie im Tripoli vorfand, war neu, ganz neu für Grenchen.
Arbeiten vor dem Tunnelportal Grenchen, ca. 1912. Bildquelle: Stadtarchiv Grenchen
Der Bau des Grenchenbergtunnels und die Arbeitersiedlung Tripoli sind ein wichtiges Teilgebiet der Grenchner Ortsgeschichte. Im Laufe der Recherchearbeit für die Ausstellung im KHM Grenchen und für diese Dokumentation ergaben sich unzählige Querverbindungen und Rückweise zur Geschichte Grenchens, zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Region und zur schweizerischen Verkehrsgeschichte. Die weitere Aufarbeitung des Themas im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit wäre ein lohnendes Unterfangen im Dienste der Lokalgeschichte. |