In den Jahren 1898-1906 bauten fast ausschliesslich italienische Arbeiter den 20 km langen Simplontunnel, der Italien und die Schweiz direkt miteinander verbindet. Mit dem Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Italien betreffend den Bau und Betrieb einer Eisenbahn durch den Simplon von Brig nach Domodossola vom 25. November 1895 wird der Bau und die Konzessionserteilung an die Jura-Simplon-Bahn-Gesellschaft geregelt. ![]() Unterkünfte der Tunnelarbeiter in Naters, das sog. Negerdorf. Bildquelle: Steiner-Ferrarini, Marina: Wahlheimat am Simplon. Brig, 1992.
Zum Thema Arbeiterunterkünfte und Hygiene gibt es für Baustelle Nord des Simplontunnels ein hervorragendes Zeitdokument. Es ist die Dissertation von Daniel Pometta, angestellter Arzt der Tunnelbaugesellschaft für die Arbeiter der Tunnelbaustelle und ihre Familien. Pometta beschreibt in seiner Dissertation die Probleme mit den Arbeiterunterkünften, die sanitären und hygienischen Mängel, die Krankheiten Epidemien und Unfälle. Pometta hält sich nicht zurück mit Vorschlägen zur Lösung der damaligen Probleme wie auch für die rechtzeitige Planung der Arbeiterunterkünfte auf kommenden Grossbaustellen. Die Grenchner Behörden befolgten bei der Planung des Tripoli Pomettas Vorschläge. ![]() Dr. med. Daniel Pometta, der Simplonarzt. Bildquelle: Steiner-Ferrarini, Marina: Wahlheimat am Simplon. Brig, 1992. |