Geschichte des Weinbausin Grenchenzusammengestellt von Alfred Fasnacht |
![]() Museums-Gesellschaft Grenchen |
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Inhalt Einleitung, Dank Römer Mittelalter Chronik Stellenwert des Weines Saurer Wein und alte Reben Geographie Zehntenloskauf Neue Zelg Niedergang im 19. Jh. Literarisches und Anekdoten Erinnerungen Neuanfang 1975/76 Bibliographie ![]() |
Geographie Historische Rebbaugeographie der Region. Wo lagen die Grenchner Rebberge? Historische Rebbaugeographie der Region.
Ausschnitt der Siegfriedkarte Blatt Biel 1876. ![]() Ausschnitt der Siegfriedkarte Blatt Grenchen, Nachf. 1891. ![]() Postkarte ca. 1900: Blick auf Lengnau, links ein Rebberg in den "Räbe" (Alpenblick). Bild: Sammlung Ulrich Gribi Weiter in Richtung Grenchen befanden sich zwei Rebberge beim Schlössli in Pieterlen-Wildermett und weitere Reben in Lengnau in den Räbe (Alpenblick) und beim heutigen Rainweg. Schliesslich folgt das ausgedehnte Rebgelände in Grenchen. Grenchen bildete so etwas wie eine Rebbaugrenze. Denn östlich von Grenchen sucht man in der Region vergebens weitere Anbaugebiete. Flurnamen im Leberberg deuten in ein paar Gemeinden Reben an, doch es handelte sich ausschliesslich um kleinere Pflanzungen. Eine Ausnahme bildeten die Reben der Franziskaner in Solothurn. Die Franziskaner besassen mehrere Jucharten Reben in Riedholz. Die Franziskaner-Rebberge verschwanden im Laufe des 17. Jahrhunderts in Folge von Missernten und Klima-verschlechterung. In seiner Schrift "Kurze Beschreibung des Kantons Solothurn" nennt Bernhard Wyss im Jahr 1880 folgende Orte im Kanton, wo man Reben anbaute: „Im Leimenthal, bei Dorneck, Büren, Erlinsbach und Grenchen gedeiht der Weinstock und wird der Weinbau mit Vorliebe betrieben.“ Wo lagen die Grenchner Rebberge? Die Ribireben an der Ecke Mühlestrasse-Schmelzistrasse, die Mühlereben, die Unteren Neureben und die Katzenreben wurden vermutlich zwischen 1815 und 1830 aufgegeben. Zudem verschwand in diesen Jahren ein weiterer Rebberg, die Bachtalenreben, an der Dählenstrasse-Allerheiligenstrasse. Auch das wohl grösste Rebareal Grenchens, die Neureben (Gespermoos / Grubenweg), wurde vermutlich in diesen Jahren bis auf einen kleinen Rest entstockt. Auf den Karten der zehntpflichtigen Güter des Stifts St. Ursen ist die ursprüngliche, erstaunlich grosse Anbaufläche der Neureben festgehalten.
Die Neureben waren vermutlich Grenchens grösstes zusammenhängendes Rebareal, wie dieser Ausschnitt aus Plan 12 (ca. 1815) der Pläne der zehntpflichtigen Güter des St. Ursenstifts aufzeigt. Plansammlung Staatsarchiv Solothurn.
Vermutlicher Stand der Rebareale Grenchens zwischen 1815 und 1830. Rot eingetragen: bis Mitte 19. Jh. aufgegebene Rebberge. Blau eingetragen: ursprüngliche Dimension der noch vorhandenen Areale.
Der Bachtalenplan ca. 1830 von Urs Josef Walker mit den Rebbergen "Bachtalen Reben" und "Alt neu Zelg Reben" Walker war ein Freund Franz Josef Hugis. Als Geometer begleitete er Hugi auf verschiedenen Forschungsreisen in die Alpen.
Rebareale in Grenchen Stand 1891. Ausscnitt Siegfriedkarte Blatt Grenchen mit Nachführungen 1891.
Plan des Instituts Breidenstein (Bachtelen). Eingezeichnet unten der 13 Aren umfassende Rebberg der "Büelireben" auf dem Gebiet des heutigen Friedhofs.
Neue Zelg Grenchen: dieser Hang war bis Ende des 19. Jahrhunderts zum grossen Teil mit Reben bestockt, den "Neue Zelg Reben". ![]() Fotographie ca. 1902: Der Krähenberg Ost, Traubenweg. Noch sichtbar ist die Parzellierung der ehemaligen Weinberge. Bild: Heimatsammlung Hans Kohler. ![]() Fotographie ca. 1915-1920: Im Hintergrund der Krähenberg. Noch sichtbar auch hier die Parzellierung der ehemaligen Weinberge. Bild: Sammlung Grenchen Rainer W. Walter. ![]() Fotographie während des Tunnelbaus ca. 1912: Gebiet der Hohen Reben (Schönegg/Rebgasse). Stützmauern und Parzellen erinnern an die einstigen Weinberge. Bild: Sammlung Grenchen Rainer W. Walter. |